Kartoffelpuffer

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem Du von Jana zum Tierarzt gebracht wurdest.

Autounfall …

Rechtes Vorderbein durch.

Rechtes Hinterbein durch.

Marknagelung und fetter Verband. Dazu noch die Eier ab …

Viele Wochen so wenig Bewegung wie möglich. Quarantänebox!

Du konntest Dich nicht bewegen, nicht alleine auf die Toilette und hattest solche Angst.

Todesangst. Du mochtest keine Menschen. Hast vorher wahrscheinlich nicht viele positive Erfahrungen mit ihnen gemacht. Wärst Du ein Tyrannosaurus, wäre ich vermutlich mindestens drölfzig mal von Dir getötet worden.

Mit jedem Umlagern, mit jedem auf die Katzen Toilette setzen, mit jedem „der scheiß Verband ist viel zu eng, ich propel ihn Dir etwas luftiger, obwohl Du Deine fiesen Vampirzähne in meinen Armen versenken willst“ wurdest Du ruhiger.

Die Knurrlaute verwandelten sich irgendwann in lautes Schnurren. Auf einmal war da ein ganz anderer, halte mich nicht für bekloppt, Ausdruck in Deinen Augen. Das Schlagen und Fauchen wandelte sich in freudiges „Miau“ und Köpfchengeben.

Eigentlich habe ich immer auf den Moment gewartet, in dem Du mir rücklings Deine Zähne in die Nase rammst … ich warte bis heute darauf ;-). Da ist aber nichts außer Sabbern, mich mit großen Augen anglubschen und mir auf den Schoß springen.

Ich liebe Dein freudiges „priuiuu“, wenn Du mich siehst. Ich liebe es, wie Du wie ein Wackeldackel um die Ecken flitzt und freudig meine Katzen begrüßt. Du bist durch Dein schief zusammen gewachsenes Hinterbein und Dein nicht ganz perfekt zusammen gewachsenes Vorderbein noch mehr „besonders“. Ich liebe Dich sooooo sehr, dass es weh tut und jetzt ist es Zeit für dich, Deine Menschen zu finden.

Menschen, die mindestens genauso toll sind wie Du!

Interessenten bewerben sich bitte per PN.

Kartoffelpuffer, männlich, kastriert

Ca. 5 Jahre alt

Gechipt, entfloht, entwurmt, geimpft

Handicap

Gerne Zuhause mit Artgenossen

Nur gesicherter Freigang