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…ich hab euch doch gesagt, ich kämpfe.

Und dann…war es soweit.

Es ging ins CT – hier hat mir das TGZ List gaaaaanz doll geholfen und mit für mich gekämpft. Danke, dass auch ihr an mich geglaubt habt und einen riesen Teil zu meinem Weg beigetragen habt. Ein paar Tage später konnte ich mit Bildern aus meinem Inneren wieder zur Tiermedizinischen Hochschule gebracht werden.

Ich wurde operiert und ich hatte eine scheiss Angst.

Mein kleiner Körper wusste nicht, was passiert aber tief im Inneren hab ich das immer gespürt.

Dieses „Wir geben dich nicht auf.“

Eigentlich gibt es da so einen Ring. Einen ganz besonderen für mein Gefäß. Einen Ameroid-Konstriktor nennen sie ihn.

Der legt sich um das falsche Gefäß in meinem Bauch und schließt es ganz, ganz langsam damit mein Körper Zeit hat, sich umzustellen.

Das wäre der „normale“ Weg gewesen. Der, der besprochen wurde.

Aber bei mir war nichts normal.

Mein Gefäß lag ungünstig und alles war auf einmal zu riskant.

Zu viel Gefahr, dass es während der OP zu starken Blutungen kommt.

Also mussten sie einen anderen Weg gehen und sie haben das Gefäß mit Seide umlegt. So, dass mein Körper selbst reagieren muss.

Diese Seide sorgt dafür, dass sich hoffentlich eine Entzündungsreaktion bildet und das Gefäß sich darüber langsam verschließt.

Nach der Operation war ich wieder weit weg und mein kleiner Kopf hat verrückt gespielt.

Ich war neurologisch auffällig und musste viele Medikamente bekommen,

damit mein Gehirn zur Ruhe kommt. Ich konnte nicht selbst fressen. Also haben sie mir eine Sonde gelegt damit ich überhaupt die Kraft bekomme, weiterzukämpfen.

Tage die sich gezogen haben.

Tage, in denen alles auf der Kippe stand. Jeden Tag Anrufe und der Austausch mit der Klinik, die natürlich immer während der Arbeitszeit der Menschen anruft – aber da gibt es auch noch einen Chef der hier mitfiebert und diese Gespräche erlaubt.

Bei der Tierhilfe kämpfen nämlich oft alle zusammen für ein Leben.

Ich habe sogar eine Blutplasmatransfusion gebraucht. Mein Bauch hat sich mit Flüssigkeit gefüllt. Aszites nennen sie das.

Nichts lief einfach. Aber what the fuck ihr kennt mich ja inzwischen.

Ich bin Herr Schmorkel. Und ich gebe nicht auf.

Gestern kam der Anruf.

Und plötzlich war da dieses Lächeln in der Stimme.

„Ich hätte nicht gedacht, dass er das so schafft…

aber er überrascht uns gerade alle. Es ist einfach geil“

Ich werde wacher. Ich reagiere mehr.

Ich fange an, zurückzukommen. Sitz jetzt hier und glotz alle einfach an.

Und wisst ihr was?

Vielleicht darf ich Montag nach Hause.

Zu den Menschen, die mich festhalten, egal wie kompliziert ich bin.

Bei uns läuft halt nie etwas einfach.

Nie „Schema F“.

Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum wir uns finden.

Die, die kämpfen müssen und die, die sie nicht loslassen.

Wenn ihr möchtet dann geht den letzten Teil dieses Weges noch mit mir.

Die OP, die ganzen Tage Klinik, die Transfusion…

das alles hat viel mehr gekostet als geplant.

Vielleicht hat noch jemand 1 oder 2 Euro übrig.

Für mich. 🖤

www.paypal.me/tierhilfewolfsburg

Ich bin Herr Schmorkel.

Und ich bin immer noch da.

Fortsetzung folgt…

hoffentlich bald von zu Hause