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Buttermilchbert

Erster seines Namens.Großherzog der Sahneträume, Beschützer der flauschigen Decken, Oberster Schnurrmeister und unangefochtener König der kleinen tapsigen Chaospfötchen.

…. und warum dieses kleine Leben gerade alles verändert.

Vorletzte Woche Donnerstag erreichte uns ein Hilferuf. Eine Katze hatte geworfen, eines der Kitten trank nicht. Beim Tierarzt fiel die Diagnose: Gaumenspalte.

Für viele dieser Kitten endet die Geschichte an genau diesem Punkt. Was oft nicht bekannt ist: Kitten mit Gaumenspalte dürfen nicht normal trinken. Die Milch gelangt durch die Spalte in die Nase und von dort in die Atemwege. Es kommt zur Aspiration, was lebensgefährlich ist und häufig zu Lungenentzündungen führt.

Genau das war bereits passiert… Milch lief aus der Nase. Ein Moment, der darüber entscheidet, ob ein Tier überhaupt eine Chance bekommt.

Viele entscheiden sich in dieser Situation für das Einschläfern, nicht weil es grundsätzlich keine Möglichkeit gibt zu helfen, sondern weil der Weg extrem aufwendig, risikoreich und belastend ist.

Wir haben uns anders entschieden. Wir haben den kleinen Kerl übernommen, eine Infusion gestartet, eine Sonde gelegt und angefangen, ihn intensiv zu versorgen.

Buttermilchbert wurde mit 90 Gramm geboren und wiegt heute über 180 Gramm. Diese Gewichtszunahme ist kein Zufall und kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis von kontinuierlicher, engmaschiger Versorgung und vielen durchwachten Stunden.

Die Aufzucht eines Kitten mit Gaumenspalte ist keine „besondere Pflege“, sondern die Königsdisziplin der Handaufzucht. Buttermilchbert kann nicht selbstständig trinken. Jede Mahlzeit erfolgt über eine Sonde. Dabei ist absolute Präzision notwendig, denn ein kleiner Fehler kann dazu führen, dass Nahrung in die Lunge gelangt. Die Versorgung erfolgt rund um die Uhr, mit ständiger Kontrolle von Atmung, Gewicht und Allgemeinzustand. Es gibt keinen Spielraum für Unachtsamkeit.

Selbst wenn diese intensive Phase erfolgreich gemeistert wird, ist das Ziel noch lange nicht erreicht. Wir waren bereits in der Tierärztlichen Hochschule Hannover, wo uns bestätigt wurde, dass Buttermilchbert eine Chance auf ein normales Leben haben kann allerdings nur durch eine Operation im Alter von etwa vier bis sechs Monaten, wenn wir ihn groß kriegen. Die Tierärztin war so lieb und machte uns Mut. „Wenn es einer schafft, dann ihr.“

Bei dem Eingriff wird der offene Gaumen chirurgisch verschlossen. Es handelt sich um einen anspruchsvollen Eingriff, der viel Erfahrung erfordert und entsprechend kostenintensiv ist.

Bis dahin liegen Wochen bis Monate intensiver Pflege vor uns, verbunden mit Unsicherheit, Verantwortung und der ständigen Sorge, ob er stabil bleibt.

Gleichzeitig erleben wir gerade etwas sehr Bewegendes: Viele Menschen haben Buttermilchbert bereits ins Herz geschlossen. Wir erhalten täglich Nachrichten, Nachfragen und Unterstützung. Es zeigt, dass er längst mehr ist als ein medizinischer Fall. Er ist ein kleines Leben, das berührt und verbindet.

Wir werden diesen Weg weitergehen und alles dafür tun, ihm diese Chance zu ermöglichen. Dabei sind wir jedoch auf Unterstützung angewiesen.

Wer helfen möchte, kann uns bei den laufenden Kosten für Aufzuchtmilch, Sonden, Verbrauchsmaterialien und tierärztliche Versorgung unterstützen, ebenso perspektivisch bei der anstehenden Operation.

Spenden sind möglich über PayPal an: tierhilfe.wolfsburg@t-online.de

Betreff: Buttermilchbert

Auch das Teilen dieses Beitrags hilft, damit mehr Menschen von seiner Geschichte erfahren.

Aktuell geht es vor allem darum, dass er weiter zunimmt, jede Fütterung gut übersteht und stabil bleibt. Jeder Tag zählt.

Buttermilchbert kämpft und wir geben alles, damit er diese Chance bekommt.

Weil jedes Leben zählt.