Als ich auf die Erde kam..

Als ich auf die Erde kam, wurde ich von meiner Mutter umsorgt und geputzt. Ich hatte ständig ein Schnurren um mich herum. und tobte mit meinen Geschwistern umher.

Meine Mutter brachte mir das Jagen bei, zeigte mir, wie mein Bauch sich nicht mehr vor Hunger zusammen ziehen muss. Und sie zeigte mir, dass ich mich vor Menschen und Autos fürchten sollte.

Als ich alt genug war, haben sich unsere Wege getrennt und ich wurde geschlechtsreif. Schnell machte ich Bekannschaft mit einem netten Kater und wurde immer dicker.

Mein Futter konnte ich mir durch die tollen Lektionen meiner Mutter selbstständig erarbeiten. Mein Hunger wurde immer größer und mein Bauch immer dicker.

Hier in der Nähe gab es ein verlassenes Haus. Keine Menschen in der Nähe, vor denen ich mich hätte fürchten müssen. Mein Instinkt sagte mir, dass ich einen Ort für mich brauchte … für UNS brauchte.

Die Menschen hier im Ort sahen mich oft zu dem Haus huschen. Auch sie bemerkten, dass mein Bauch immer größer wurde.

Ich spürte schon die Tritte von meinen Babys im Bauch. Ihre Bewegungen wurden immer lebhafter und ich liebte das, was da in mir heranwächst, bis ins unendliche.

Vor ca. 3 Tagen war es dann so weit.. Meine Babys, meine Winzlinge, kamen zur Welt. 5 wunderschöne, kleine Kätzchen. Nachdem ich sie ausgiebig geputzt hatte, schlummerten wir friedlich ein. Mit vollen Bäuchen träumten meine Babys von ihrer schönen Zukunft.

Meine Kleinen! Ich freute mich so sehr darauf, euch die Welt zu zeigen. All ihre Gerüche und ihre Farben.
Ich freute mich so darauf, euch das erste Mal laufen und jagen zu sehen.
Heute morgen musste ich mich dann erst einmal stärken. Die vielen Zecken, die ich hatte, machten mir ganz schön zu schaffen. Mein Fell war sehr struppig und mein Magen knurrte furchtbar. Ich freute mich darauf, gleich wieder mit meinen Babys kuscheln zu können. Ein kurzer Blick zurück, die Straße überqueren und auf zur Jagd.Dann – ein dumpfer, schwerer Schlag  und alles um mich herum wurde schwarz. Heute bin ich gestorben … ich hatte außer meiner Mutter niemanden, der mich beschützte. Niemanden, der mich liebte. Bis meine Babys kamen.
Die Frau, die mich vor 4 Tagen gesehen hatte, fand mich ausgemergelt und blutend auf der Straße. Leider war mir nicht mehr zu helfen …

Ich werde meine Babys nicht aufwachsen sehen …

Die liebe Frau war sehr traurig und machte sich auf die Suche nach meinen Babys. Nachmittags konnten sie dann endlich gefunden werden. Schreiend und furchtbar ausgetrocknet.

Nun sind sie in Sicherheit und werden liebevoll gepflegt. So fühle ich mich beruhigter, hier, am anderen Ende der Regenbogenbrücke …

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Neuzugänge – Streunerwaisen

Als die 5 kleinen Kätzchen hier ankamen, waren sie eher tot als lebendig. Sie bekommen alle 2 Stunden die Flasche und wir hoffen, dass sie es alle schaffen werden …

Ein riesiges DANKESCHÖN an Matti!