-Bleibt stehen-
Sie lag still an einer Tankstelle.
So still, dass man dachte sie sei angefahren worden.
Sie war aber ein Opfer von Zeit, von Kälte, von Hunger….und von Wegsehen.
In der Tierklinik:
Ein Körper, nur noch aus Knochen.
Untertemperatur, vereiterte Augen.
Ein Maul voller Entzündungen.
Jeder Zahn eitrig.
Offene, schwere Wunden.
Diese Katze ist nicht plötzlich krank geworden.
Sie ist monatelang verschwunden im Sichtfeld der Gesellschaft.
Und sie ist kein Einzelfall.
Millionen Tiere leben und sterben in Deutschland genau so. Allein und unter Schmerzen.
Auf Parkplätzen, an Tankstellen, hinter Supermärkten.
Alt. Krank. Ungesehen.
Nicht nur Katzen leiden!
Tauben mit verschnürten Füßen.
Verletzte Wildtiere, unversorgte Pferde, Hunde in Panik….
Und ja… auch Menschen.
Die am Rand stehen,
übersehen, überfordert, allein.
Heute ist Silvester.
Für viele ein Tag des Lärms, der Ablenkung, des Wegschauens. Des Feierns, der guten Vorsätze und der Neuanfänge.
Für uns ist heute ein anderer Tag.
Ein Tag, an dem wir sagen:
Es braucht mehr Menschen mit Mut.
Mut hinzusehen.
Mut, nicht weiterzugehen.
Mut, etwas zu sagen.
Mut, Hilfe zu holen.
Es braucht Zivilcourage.
Rücksicht.
Viel mehr Miteinander.
Zusammenhalt.
Nicht ab morgen, nicht im neuen Jahr.
Sondern jetzt.
Diese Katze ist gestorben aber sie ist ein Mahnmal.
Für alles, was passiert, wenn wir schweigen…
und für alles, was sich ändern kann, wenn wir es nicht mehr tun.
Bitte unterstützt unsere Arbeit mit eurer Spende.
Www.paypal.me/tierhilfewolfsburg
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