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Manchmal reicht Liebe nicht.

Manchmal reicht Medizin nicht.

Und manchmal ist ein kleiner Körper einfach zu müde vom Kämpfen.

Die Operation bei Herrn von Zitteraal / Benji ist technisch gut verlaufen.

Neben der geplanten Shunt-Versorgung mussten jedoch zusätzlich eine Niere, die Milz und auch die Nebenniere entfernt werden, weil die Gefäßverhältnisse es nicht anders zuließen.

Bereits in der Aufwachphase begann er zu krampfen.

Schwere neurologische Komplikationen können nach solchen Eingriffen auftreten – besonders bei einem so kleinen, geschwächten Körper.

Die Klinik hat vier Tage lang alles versucht.

Intensivüberwachung, Medikamente, Betreuung rund um die Uhr.

Aber die Krampfanfälle ließen sich nicht dauerhaft kontrollieren.

Sein kleiner Körper musste so unfassbar viel kämpfen.

Heute Nacht um 4 Uhr mussten wir ihn gehen lassen.

Weil wir nicht wollten, dass er weiter leidet.

Weil wir ihm Schmerz ersparen wollten.

Weil Loslassen manchmal der letzte Akt der Liebe ist.

Herr von Zitteraal ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Wir sind unendlich traurig.

Und ja….wir wissen, welche Verantwortung es bedeutet, Spendengelder anzunehmen. Genau deshalb treffen wir Entscheidungen niemals leichtfertig.

Aber eines wissen wir auch:

Wir hätten es uns niemals verziehen, ihm diese Chance nicht gegeben zu haben.

Er hatte Menschen, die für ihn gekämpft haben.

Er hatte eine echte Möglichkeit auf ein lebenswertes Leben.

Und auch, wenn dieses Leben viel zu kurz war… er war nicht egal. Er war nicht „zu teuer“. Er wurde nicht aufgegeben.

Das Geld für den Eingriff ist noch nicht vollständig zusammengekommen.

Wir werden einen Teil aus unseren Reserven decken müssen.

Wie immer werden wir transparent berichten.

Heute jedoch überwiegt etwas anderes:

Trauer.

Stille.

Und die Hoffnung, dass er nun frei ist von Schmerzen und Krampfanfällen.

Run free, kleiner Kämpfer. Du wurdest geliebt.