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Er lag da. Im Schock und allein.

Und während sein Körper längst aufgegeben hatte zu funktionieren, war eines noch da:

Sein Wille.

Er hat gefaucht. Gebissen. Gekämpft.

Und dann steht da jemand und sagt:

„Den erlöse ich… ich erschieße ihn oder schlage ihn tot.“

Ganz ehrlich? Nein. Einfach nein.

Und ja, wir sprechen das jetzt aus:

Es gibt immer noch Orte, immer noch Menschen, für die genau das normal ist.

Katzen werden gegen Wände geschlagen.

„Schnell erledigt“, bevor man Geld beim Tierarzt lassen muss.

Das ist keine Einzelfallgeschichte. Das ist die Realität.

Und sie macht uns jedes Mal sprachlos und wütend.

Wir sind nicht mehr im Mittelalter. Wir haben Tierkliniken. Es gibt Möglichkeiten.

Und vor allem haben wir eines: Verantwortung.

Also haben wir gehandelt. Sabrina ist los. Ohne Vorbereitung, ohne Equipment aber mit Herz und Verstand. Improvisiert, gesichert, eingesammelt.

Denn Aufgeben ist keine Option, nur weil es unbequem ist.

In der Klinik dann die Realität: schwerste Verletzungen. Blutung aus dem After. Traumatisierte Blase.

Und dann noch der nächste Schlag:

**Feline Leukämie Virus-positiv.

Dazu eine massive Anämie.

Am Ende mussten wir ihn würdevoll gehen lassen.

Aber weißt du was?

Er ist nicht erschossen worden.

Er ist nicht erschlagen worden.

Er ist versorgt worden und er hatte eine Chance. Am Ende ist er friedlich eingeschlafen.

Genau darum geht es!

Nicht jeder kann gerettet werden.

Aber jeder hat das Recht nicht einfach entsorgt zu werden wie ein Problem.

Und vielleicht müssen wir genau darüber lauter sprechen:

Dass es nicht „normal“ ist, ein Tier zu töten,

nur weil es krank ist oder Geld kostet.

Normal sollte sein, hinzusehen, zu handeln, Verantwortung zu übernehmen.

Wenn wir anfangen zu entscheiden, wer noch „lohnt“ und wer nicht

dann verlieren wir mehr als nur Tiere.

Dann verlieren wir unsere Menschlichkeit.

Wir kämpfen. Immer.

Weil jedes Leben zählt.