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Ich bin klein…

So klein, dass ich manchmal zwischen den großen Schuhen der Menschen kaum auffalle und ich bin schwarz wie die Nacht.

1,4 Kilo nur und trotzdem habe ich versucht, jeden Tag irgendwie zu schaffen.

Draußen ist es nachts ziemluch kalt. Es ist nich dieses „ein bisschen frisch“, von dem Menschen sprechen. Es ist dieses kalte Ziehen, das bis in die Knochen kriecht, wenn man krank ist und keinen Ort hat, an dem man sich hinlegen darf.

Wenn der Bauch weh tut vor Hunger.

Wenn die Nase so zu ist, dass man kaum Luft bekommt.

Wenn die Augen brennen und alles verschwimmt.

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie lange ich draußen war denn irgendwann fühlen sich Tage einfach nur noch gleich an.

Hunger. Angst. Verstecken.Warten? Worauf..

Und immer dieser Schnupfen begleitet von diesem Pochen ganz tief in meinem Kopf.

Das schlimme Niesen, das weh tut.

Die Augen, die kleben und brennen und die Welt nur noch wie Schatten aussehen lassen.

Manchmal habe ich versucht zu schlafen. Aber die Flöhe schlafen nicht. Würmer haben auch keinen Pauseknopf. Schmerzen schon gar nicht.

Und trotzdem wollte ich immer noch zu Men

Vielleicht versteht das keiner.

Aber ich hab trotzdem immer gehofft.

Auf eine Hand und auf Wärme.

Auf jemanden, der sagt: „Da bist du ja.“

Also habe ich Nähe gesucht bwohl die Welt nicht nett zu mir gewesen ist.

Und dann hat mich jemand gesehen und nicht einfach nur angeguckt.

Jetzt lieg ich weich und bekomme viel Medizin.

Jemand wischt vorsichtig meine Augen sauber.

Mein kleiner Bauch muss nicht mehr weh tun vor Hunger und wenn ich Nähe suche schiebt mich keiner hier weg.

Ich bin noch ganz lange nicht gesund und vielleicht werde ich nie wieder richtig sehen können..vielleicht bleiben meine Augen für immer kaputt.

Aber wisst ihr was?

Zum ersten Mal muss ich nicht mehr alleine krank sein.