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Hallo ich bins …euer Blue. Mit Neuigkeiten!

In den letzten Tagen ist ganz schön viel passiert und ich glaub, ich muss euch erstmal was sagen:

Danke!

Danke an jeden einzelnen Menschen, der für mich gespendet, meinen Beitrag geteilt, an mich gedacht oder einfach nur mitgefiebert hat!

Ihr habt dafür gesorgt, dass ich innerhalb kürzester Zeit die medizinische Versorgung bekommen konnte, die ich so dringend gebraucht habe.

Seit meinem ersten Beitrag haben ganz viele von euch gefragt wie es mir geht. Also erzähle ich euch jetzt mal alles.

In der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde mein ganzer Körper im CT untersucht. Dabei kam heraus, dass ich eine Trümmerfraktur des 4. Lendenwirbels (L4) habe. Zum Glück wurden im Ganzkörper-CT keine weiteren größeren klinisch relevanten Verletzungen gefunden… das ist sehr gut.

Die Ärzte haben sich meine Bilder ganz genau angesehen und sich zunächst gegen eine Operation entschieden. Ich bin noch so jung und wachse noch so schnell, dass eine Versorgung mit Implantaten momentan mehr Probleme verursachen könnte, als sie lösen würde.

Deshalb versuchen wir es jetzt konservativ.

Und dafür brauche ich vor allem eines:

Zeit. Ganz viel Physiotherapie. Und Menschen, die mich ständig daran erinnern, dass ich gerade noch nicht der kleine Rennfahrer sein darf, für den ich mich selbst halte…. brruuuummmmm!

Denn ehrlich gesagt: Mir geht es vom Allgemeinbefinden her richtig gut. Ich esse, ich trinke, ich bin aufmerksam und ich würde am liebsten überall gleichzeitig hin.

Neurologisch gibt es ebenfalls etwas ganz Wichtiges: Meine Tiefenschmerzwahrnehmung ist erhalten. Beidseits! Das ist ein sehr bedeutender Befund und gibt uns ganz ganz viel Hoffnung.

Gleichzeitig ist der Muskeltonus meiner Hinterbeine deutlich erhöht. Meine Hinterbeine stehen dadurch sehr stark in Streckung. Genau deshalb ist die Physiotherapie jetzt so unglaublich wichtig: Der Muskeltonus soll reduziert, meine Beweglichkeit erhalten und möglichst wieder eine normale Funktion meiner Hinterbeine erreicht werden und die Ärzte haben ziemlich viel Hoffnung, dass ich wieder werde laufen können.

Die nächsten Wochen werden also ziemlich arbeitsintensiv. Ich muss geschont werden, darf keine Treppen laufen, nicht springen oder herumtoben und meine Bewegungen müssen kontrolliert bleiben. Gleichzeitig darf meine Muskulatur natürlich nicht einfach abbauen und deshalb wird meine Belastung ganz gezielt an meinen Zustand angepasst.

Und wisst ihr was? Dafür hätte ich wahrscheinlich kaum einen besseren Platz finden können:

Heute darf ich wieder zu meiner Pflegestelle. 💙

Meine Pflegemama ist nicht nur TFA, sondern auch Tierphysiotherapeutin. Sie kann also jeden Tag mit mir arbeiten, mich genau beobachten und dafür sorgen, dass wir keine wertvolle Zeit verlieren.

Sollte sich die starke Spannung meiner Hinterbeine trotz intensiver Physiotherapie nicht ausreichend verbessern, gibt es übrigens noch weitere Möglichkeiten. Im Klinikbericht wird beispielsweise auch eine Behandlung mit Botulinumtoxin (Botox) als mögliche Option genannt.

Und auch medizinisch wird im Hintergrund weiter für mich gearbeitet:

Die Neurologen werden meinen Fall in dieser Woche bzw. auf dem anstehenden Kongress noch einmal mit weiteren neurologischen Spezialisten besprechen. Dazu gehören auch Kollegen aus der Tierklinik, die meine weitere Behandlung übernehmen soll, weil meine Pflegestelle weiter entfernt von Hannover liegt.

Das bedeutet: Mein Fall wird weiter gemeinsam besprochen, meine Entwicklung engmaschig beobachtet und wir können meine Therapie immer wieder anpassen.

Niemand kann uns heute versprechen, wie mein Weg am Ende aussehen wird.

Aber wir haben große Hoffnung.

Wir haben einen Plan.

Wir haben ganz viele großartige Menschen.

Und offenbar habe ich selbst auch ziemlich viel vor.

Danke, dass ihr mir diese Chance gegeben habt.

Ich verspreche euch: Ich werde euch weiterhin berichten, wie es mit meinen Hinterbeinchen vorangeht. Ich zumindest stehe heute sogar schon….. wer hätte das gedacht.

Euer

Blue