-Krümelmonster-

Eigentlich wollte ich nur schnell zu Real … eine Kleinigkeit einkaufen … Vollsperrung auf dem normalen Weg … also Umweg über die Dörfer.

Am Straßenrand fiel mir dann ein schwarzer Fellbüschel auf, das sich nicht mehr bewegte. Beim näheren Betrachten sah ich da ein armes Wollknäul liegen. Völlig verfilzt, abgemagert und kraftlos. Die Augen tief in den Augenhöhlen liegend.

Auf dem Boden lagen einige leere Fleischverpackungen. Links befand sich ein riesiges Haus mit großen Fenstern, in die man hinein sehen konnte. Das Haus war komplett leer – nur auf einer Fensterbank standen einige Schalen mit Futter. Vor diesem Fenster hingen sogar Gardinen. Und hinter den weißen Gardinen sah ich eine ältere Dame, sie strickte – meine Fresse, hab‘ ich mich verjagt!

Schnell flitzte ich um das Haus, um den Eingang zu suchen. Ich klingelte ein paar Mal, doch es öffnete keiner. Es blieb mucksmäuschenstill … nur die dröhnenden Bewegungen der Autos, die wegen der Umleitung viel zu schnell durch das Dorf fuhren, waren zu hören.

Schnell wieder ab zum gruseligen Strick-Lady-Fenster … hochspringen wie ein Flummi und klopfen. Nix tut sich und die Dame war auch weg.

Daran zweifelnd, noch alle Sinne beisammen zu haben, stratzte ich zum Nebenhaus. Verdammt, haben die hier alle keine Klingeln? Ich klopfe wie eine Irre und keiner öffnet … trotz der chicen Autos, die hier vor der Tür stehen. Also weiter: Die Straße runter bis zu dem gefühlt einzigen Haus mit Klingel.

Hier liegen einige scheinbar gesunde Katzen auf dem Hof.

Endlich öffnet jemand!

Ich: „Wissen sie, wem die schwarz weiße Katze dort drüben an der Straße gehört und wohnt in dem großen Haus denn niemand mehr?“

Der Herr: „Die Leute die dort wohnten, sind umgezogen – die Katzen gehören niemandem. Meine 5 sind hier!“

Ich: „Die Katze ist in einem furchtbaren Zustand. Sie muss dringend zum Arzt.“

Der Herr: „Nehmen sie die Katze mit. Es interessiert sich sowieso niemand für sie. Das sind wilde!“

Schnell wieder zurück zum Häufchen Elend.

Ein klägliches „Miau“ 2 Schritte von mir weg. „Ich tue dir nichts. Ich möchte dir helfen. Versuch keine Angst zu haben. Es wird dir bald besser gehen.“ Ich raschelte mit einer Tüte Futter und versaue die piekfeine, unkrautfreie Straße mit Bröckchen Al Dente in Gelee … das scheint zu ziehen.

Der Kater guckt interessiert, miaut mich ungläubig und aus großen Augen an und kommt auf mich zu. Er beugt sich über das Futter und beginnt zu fressen.

Schwupps, ab in die Box!

Das war’s dann wohl mit dem Einkauf 😉

Nun ist Krümelmonster in Sicherheit und wird morgen gleich einem Tierarzt vorgestellt. Er nimmt dankbar seine Rationen Päppelfutter (DANKE AN EUCH – Barbies Rationen fanden leider viel zu schnell jemanden, der sie braucht) an und hat gut getrunken. Seine Kuschelhöhle findet er auch toll.

Leider hat der kastrierte Kater kaum noch Zähne (die Zähne die er hat, sind total vereitert). Ich denke, er muss schon älter sein. Er krümelt mit dem Futter ordentlich rum und spuckt es gern auf die Fliesen! Auf Grund seines kritischen Zustandes sitzt er alleine in Quarantäne

Bitte drückt die Daumen, dass er sich erholt. Wir werden alles tun, dass es ihm bald besser geht.

Hunger hat er nun nicht mehr – ganz im Gegensatz zu mir!

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Streuner – Neuzugang

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Krümelmonster

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